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Abitur Zusammenfassung Berufliches Gymnasium Baden-Württemberg zum Thema "Geldtheorie und Geldpolitik“

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19
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19-07-2022
Written in
2021/2022

In dieser Zusammenfassung wurde das fünfte Kapitel des Schulbuches in VWL des Bundeslandes Baden-Württemberg von einem Wirtschaftsgymnasium zusammengefasst. Der Titel dieses Kapitels war "Geldtheorie und Geldpolitik". Hierbei wurden alle Abiturrelevanten Themen Stichpunkt artig dargestellt. Das Dokument dient zur Abiturvorbereitung.

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Secondary school
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Gymnasium
Course
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2

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July 19, 2022
Number of pages
19
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2021/2022
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5.Geldtheorie und Geldpolitik
5.1 Zusammenhang zwischen Geldmenge, Gütermenge und Preisniveau
5.1.1 Ungleichgewicht zwischen Geld- und Gütermenge als Ursache für Inflation und Deflation
Geldmenge = Gütermenge
 Geld wesentliche Voraussetzung der
Arbeitsteilung, weil als Tauschmittel
verwendet / Kauf und Verkauf werden
getrennt Geld hat
Zahlungsmittelfunktion
 Güterströme und Geldströme sind
wertmäßig gleich groß Gleichgewicht
zwischen Geld und Gütermenge liegt vor
 Wenn mehr Geld in Umlauf kommt, kann
das Gleichgewicht nur gehalten werden,
wenn Unterbeschäftigung
herrschtGütermenge kann ebenfalls erhöht werden
Geldmenge > Gütermenge: Ursachen für Inflation
 Mehr Geld wird in Umlauf gebracht ohne das mehr produziert werden kannMehr Geld steht für die gleiche
Menge an Gütern zur VerfügungKonsumenten zahlen mehr für gleiche GütermengePreiserhöhungen sind
die Folge, die zu einer Inflation führen können
Geldmenge < Gütermenge: Ursachen für Deflation
 Umlaufende Geldmenge wird verringert nicht aber die GüterproduktionFür den Kauf der gleichen Güter steht
weniger Geld zur VerfügungPreise sinken Geldwert steigtkann zu Deflation und somit Wirtschaftskrise
führen
Inflation in Deutschland 1918 – 1923
 Aufgrund des Krieges musste Deutschland Reparationszahlungen an Alliierten abgebenhatten irgendwann
nicht mehr genügend Geld und mussten immer mehr Kredite bei Bank nehmenImmer mehr Geld kommt in
Umlauf und Geld ist immer weniger wert
Deflation in Deutschland 1929 - 1933
 Weltwirtschaftskrise sorgte für viele Arbeitsloseneue Steuern eingeführt, Staatsausgaben verringert, Miet-
und Lohnsenkungeninländisches Preisniveau sollte verringert werden immer weniger wurde nachgefragt
und es gab noch viel mehr Arbeitslose  Radikalisierung in der Bevölkerung und Machtübernahme Hitlers

5.1.2 Quantitätsgleichung des Geldes (FISHERsche Verkehrsgleichung)
Bestandteile der Quantitätsgleichung
 Auf Grundlage davon, dass in einer Volkswirtschaft Geldmenge = Gütermenge sein muss wurde durch
Erweiterung der Ausgangsgleichung Quantitätsgleichung (=Identitätsgleichung (Identität = völlige Gleichheit),
die immer erfüllt sein muss)
oder auch FISHERsche
Verkehrsgleichung entwickelt
 M= Geldmenge
Geldmenge M1
 U=
UmlaufgeschwindigkeitHä
ufigkeit, mit der die
Geldmenge im Durchschnitt
in einer Periode
umgeschlagen wird

,  H= Handelsvolumen (Physische) Menge aller in einer Periode umgesetzten (verkauften) Güter (Häufig wird
modifizierte Form verwendet mit reale Inlandsprodukt (Yr)
 P= PreisniveauGewogener Durchschnitt aller Güterpreise (Preisindex)
 Die linke Seite stellt die in Geldeinheiten bewertete Gesamtnachfrage nach Gütern (monetäre
Gesamtnachfrage : M*U) dar
 Die rechte Seite kann als Ausdruck für die gesamten zu jeweiligen Preisen bewerteten Güterverkäufe
aufgefasst werden
 Wert der gekauften Güter entspricht dem Wert der verkauften Güter
Geringe Aussagekraft der Quantitätsgleichung
 Die Quantitätsgleichung besagt, dass die geld- und güterwirtschaftliche Seite aller in einer Volkswirtschaft
stattfindenden Käufe und Verkäufe wertmäßig gleich groß sind. Sie lässt keine Aussagen über
Inflationsursachen zu.

5.2 Aufgaben und Aufbau des Europäischen Systems der Zentralbanken (ESZB) und des Eurosystems
Geldmenge als Ansatzpunkt zur Geldwertstabilisierung
 Inflation ohne Geldmengenerhöhung auf Dauer nicht möglich Beeinflussung der Geldmenge wesentlicher
Ansatzpunkt
 In meiste Länder ZB für Geldmengenregulierung zuständig
 Im Eurowährungsraum gemeinsame Geldpolitik
 Eurosystem EZB + NZB der Euro-Teilnehmerstaaten
Aufgaben des Eurosystems
 Vorrangiges Ziel ist Preisniveaustabilität (Maßstab dafür ist der Harmonisierte Verbraucherpreisindex)
 Allgemeine Unterstützung der allgemeinen Wirtschaftspolitik
 Banknoten ausgeben, Währungsreserven halten, reibungslosen Zahlungsverkehr gewährleisten
Aufbau des Eurosystems
 EZB-Rat trifft Entscheidungen, legt gemeinsame Geldpolitik fest, im gehören Präsidenten der ZBs/ 6
Mitglieder des Direktoriums an
 DirektoriumUmsetzung der Beschlüsse des EZB-Rats / Führung der laufenden Geschäfte der EZB, besteht
aus Präsidenten/Vizepräsidenten der EZB / 4 Mitgliedern
 Entscheidungen sind unabhängig von der Regierung/ sonstiger Träger der Wirtschaftspolitik
Unabhängigkeit des Eurosystems
 Institutionell Die EZB und die nationalen Zentralbanken sind unabhängig von Weisungen aus der Politik
 Funktionell Die EZB ist bei der Entscheidung hinsichtlich der Methode, mit der sie ihre Aufgaben erfüllen
möchte, unabhängig
 Finanziell Die EZB hat einen eigenen Haushalt und bestimmt selbst über den Einsatz ihrer Mittel, mit denen
sie von den Mitgliedsländern ausgestattet wird
 PersonellMitglieder des EZB-Rates können nur aus schwerwiegenden Gründen durch den Europäischen
Gerichtshof ihres Amtes enthoben werden. Eine zweite Amtszeit für Mitglieder des Direktoriums ist
ausgeschlossen
 Deutsche Bundesbank setzt Beschlüsse der EZB in Deutschland um

5.3 Geldmengenbegriff
Arten des Geldes
 Kann zwischen Geld, das von ZB
geschaffen wurde und Geld, das von GB
geschaffen wurde unterschieden werden
o Zentralbankgeld Umfasst
Bargeld in Form von Münzen und
Banknoten/Sichteinlagen bei ZB

, o GeschäftsbankengeldBuch-/ Giralgeld
geschaffenes Geld in Form von Sichteinlagen der Nichtbanken
 Zentralbank(ZB)zentrale Geldpolitische Institution einer Volkswirtschaft, die für die Erreichung der
geldpolitischen Ziele (insbesondere der Preisniveaustabilität) verantwortlich ist und den Zahlungsverkehr
sicherstellt. Sie hat das alleinige Recht zur Ausgabe von Banknoten(Notenbank)
 Geschäftsbanken (Kreditinstitute) Unternehmen, die Bankgeschäfte (z.B. Annahme von Geldern als Einlage,
Kreditgewährung, Verwaltung von Wertpapieren, Abwicklung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs) betreiben
Geldmengenbegriff
 Im Eurosystem
unterscheidet man
Geldmengenbegriffe
M1 ,M2, M3
 Bankensektor umfasst
alle Monetären
Finanzinstitute (MFI), er
setzt sich aus ZB/alle
im Euro-
Währungsbereich
ansässigen
Kreditinstitute,
Bausparkassen,
Geldmarktfonds, ähnliche Einrichtungen zusammen
 Mit Geldmenge oder Geldvolumen ist üblicherweise die Geldmenge M1 gemeint (setzt sich aus Bargeldumlauf
und Sichteinlagen von Nichtbanken aus dem Euro-Währungsgebiet zusammen)
 Geldmenge M1 entspricht der nachfragewirksamen Geldmenge
 Geldmengenziel der EZB bezieht sich auf Geldmenge M3

5.4 Geldschöpfung
5.4.1 Geldproduzenten
Bar- und Buchgeld
 Zentralbank hat alleiniges Recht Bargeld (Banknoten und Münzen) in Umlauf zu bringenBargeldschöpfung
 Geschäftsbanken stellen Buchgeld bereit durch Einräumung von Sichtguthaben auf Bankkonten
Buchgeldschöpfung der Geschäftsbanken)
Münzen
 Mitgliedstaaten haben Recht Münzen zu prägen werden dann von ZB übernommen und bekommen
Gegenwert gutgeschriebenKosten für Münzprägung geringer als Nennwert Münzgewinn ergibt sich




5.4.2
Geldschöpfung der Zentralbanken
Zentralbankgeldmenge
 Setzt sich aus dem gesamten Bargeld außerhalb der Zentralbank sowie den Sichtguthaben bei der Zentralbank
zusammen

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