Biotische Faktoren
❖ dichteabhängige und dichteunabhängige Faktoren
❖ Intraspezifische Beziehungen
❖ Interspezifische Beziehungen
Populationen:
• Population: Artgleiche Gruppe von Lebewesen, die eine Fortpflanzungsgemeinschaft
bilden und zur selben Zeit auf derselben Fläche wohnen
• Populationsgröße: Gesamtzahl aller Individuen im Siedlungsgebiet
• Populationsdichte: Individuenzahl pro Flächeneinheit
• Charakteristiken für die Beschreibung einer Population: räumliche Verteilung,
Altersstruktur der Mitglieder, Geburtenrate, Sterberate, Zuwachsrate
• Geburtenrate: Lebendgeburten bei z.B. 1000 Individuen pro Zeiteinheit
• Sterberate: Sterbefälle bei 1000 Individuen pro Zeiteinheit
• Zuwachsrate: Differenz von Lebendgeburten und Sterbefälle (Lebendgeburten minus
Sterberate)
➔ Bei Geburtenüberschuss: positiv → Populationswachstum
• Durch An– und Abwesenheit der Umweltbedingungen wird die Umweltkapazität bestimmt
• Umweltkapazität: maximale Anzahl von Individuen, die in einem Lebensraum langfristig
vorkommen
Verschiedene Formen des Wachstums:
• Zu Beginn der Neubesiedlung von Lebensräumen kein begrenzender Faktor
1. Phase des langsamen Wachstums, lag–Phase
2. Phase des exponentiellen Wachstums, log–Phase → Populationsgröße
verdoppelt sich im selben Zeitintervall
3. Wachstumsrate sinkt aufgrund von Nahrungsverknappung →
Nahrungsverknappung durch rasant wachsende Bakterienanzahl)
4. Vermehren und Absterben im Gleichgewicht, kein Wachstum mehr,
stationäre Phase
5. Umweltkapazität sinkt aufgrund von Ausscheidungsstoffen, die die
Lebensbedingungen verschlechtern
• Lag-phase: Phase des langsamen Wachstums
• Log-phase: exponentielles Wachstum
• Stationäre Phase: Vermehrungsrate = Absterberate
Fortpflanzungsstrategien:
• R-Strategen: Hohe Vermehrungsraten, kurze Geburtenabstände, kurze
Individualentwicklung, kurze Lebensspannen
• Bei frühem Fortpflanzungsbeginn, hohe Wurfgröße und hohe Sterblichkeit der Jungtiere
• Schwankungen in der Populationsdichte und möglicher schlagartiger Abfall
, • Opportunistische Habitatnutzung: R-Strategen ertragen variable Umweltbedingungen,
breiten sich rasch aus, können neue Lebensräume besiedeln
• Brutfürsorge: hohe Investition
➔ Mikroorganismen
➔ Kleinkrebse, Blattläuse, Sperrlinge
➔ Soziale Insekten: Bienen, Ameisen
➔ Pflanzliche R-Strategen: Pionierpflanzen auf Brachflächen (kommen in neuen
Lebensräumen eher vor als auf alten)
➔ Feldmäuse
• K-Strategen haben wenige Nachkommen
• K-Strategen: langsame Individualentwicklung (5-7 Jahre), lange Lebensspanne, geringe
Vermehrungsrate, Geburtenabstände lang, Wurfgröße gering, Sterblichkeit der
Nachkommen gering
• Populationsgröße liegt nah an der Populationsdichte
• konsistente Habitatnutzung: leben unter weitgehend konstanten Umweltbedingungen,
Nutzung von gegebenen Ressourcen unter starker Konkurrenz, besiedeln keine
unsicheren Lebensräume
• in Rudeln, machen sich neue Lebensräume zugänglich
• Brutfürsorge: geringe Investition
➔ Bären
➔ Biber
➔ Wale
➔ Elefanten
➔ Primaten, Affen
➔ Greifvögel, Adler, Geier, Uhu
➔ Menschen
Biotische Faktoren:
❖ Intraspezifische Beziehungen:
• Innerartliche Beziehungen/ Beziehungen zwischen artgleichen Organismen
• Konkurrenz (um Nahrung, Raum, Partner)
• Soziale Beziehungen (Brutpflege, Spiel, Hygiene usw.)
• Geschichtliche Beziehungen (Lockstoffe, Lockrufe…)
❖ Interspezifische Beziehung:
• Zwischenartliche Beziehungen/ Beziehungen zwischen artverschiedenen
Organismen
• Fressfeind-Beute-Beziehung
• Konkurrenz
• Symbiose
• Parasitismus