Inhaltsverzeichnis
0. Der Nahe Osten - historische Wurzel eines weltpolitischen Konflikts
1. Palästina als „Einwanderungsland unter wechselnder Herrschaft“
2. Antike: Spannung zwischen Autonomiestrebungen der jüdischen Bevölkerung und
dem Herrschaftsansprüchen des Römischen Reiches
I. Zionismus und Rolle GB’s während des 1. WK
1. Grundlage: Ein Blick auf den Nahen Osten um 1900
2. Die Zionistische Bewegung
3. Britische Interessen während des 1. WK
II. Britisches Mandat und die Gründung des Staates Israel
1. Abmachungen zur Herrschaftssicherung GBs in Palästina (Nach dem 1. WK)
2. Völkerbundgründung 1918/19
3. Britische Mandatsherrschaft 1922/23 bis 1948
4. UNO Teilunsplan 1947
5. Gründung des Staates Israel durch Ben Gurion 1948
III. Nah Ost Konflikt im Kalten Krieg- Folgen der Gründung Israels
1. Nahostkrieg (1947-49)
2. Nahostkrieg (Suezkrieg) 1956
3. Nahostkrieg (Sechs-Tage-Krieg) (5. - 10. Juni 1967):
4. Nahostkrieg (Jom-Kippur-Krieg) (1973)
5. Nahostkrieg (Libanon-Krieg) (1982)
6. Wandel der PLO
IV. Friedensversuche
1. Die erste Intifada 1987-1993
2. Chancen und Probleme des Friedensprozesses bis 2000
3. Ausbruch der 2. Intifada 2000-2005
4. Roadmap
5. Lösungsvorschläge
,Geschichte 12/2 Nah-Ost Konflikt
0. Der Nahe Osten - historische Wurzel eines weltpolitischen Konflikts
„Nahostkonflikt“ = Auseinandersetzung zwischen Juden und Arabern um die Region Palästina, die
beide Seiten als ihre Heimat betrachten.
→ Ursprünge dieses Konflikts reichen bis ins später 19. Jhd., mögliche Lösungsmöglichkeiten für
seine Überwindung sind ohne das Wissen um dessen historische Wurzeln nicht vorstellbar
→ Religion spielt eine wichtige Rolle: Jerusalem mit den wichtigsten heiligen Heimstätten wie Al-
Aqsa Moschee und die Klagemauer/Tempelberg im Islam u. Judentum
1. Palästina als „Einwanderungsland unter wechselnder Herrschaft“
Verschiedene Bevölkerungsgruppen und resultierende Bezeichnungen für das Gebiet des heutigen
Staats Israel:
1. Kanaanäner → 3. Jhd. v. Chr. → Kanaan
2. Hebräer (Bibel: Israeliten) → 2. Jahrtausend v. Chr.
3. Philister aus Ägäis→ 1200 v. Chr → Palästina
4. Arabische Einflüsse aus dem Süden
Konflikt zwischen Kanaanäern/Philistern im Westen und Hebräern im Osten:
• Zusammenschluss der Hebräer unter König Saul und David angesichts der Bedrohung
→ 997 v. Chr. Eroberung des ursprünglich kanaanitische Jerusalem
→ Bau des königlichen Palasttempel (Kulturort der Juden)
→ Machtzentrum: Gebiet um Jerusalem
• Tod Salamos→ Zerfall des israelitischen Reiches → Reich Judea
=> Ausweitung des hebr. Einflussgebiets nach Norden
• 333 v. Chr. eroberte der griechische König Alexander der Große
( → Nachfolger - gewaltsame Auslöschung der jüdischen Religion )
=> Widerstandsbewegung der Makkabäer: Zurückeroberung Jerusalem
=> Heute: Weihefest „Chanukka“ :Einweihung des Tempels
2. Antike: Spannung zwischen Autonomiestrebungen der jüdischen Bevölkerung und dem
Herrschaftsansprüchen des Römischen Reiches
Ursachen und Folgen für die römische Herrschaft in Judäa
• Innere Konflikte führen zum Eingreifen der Römer
• Verlust der Unabhängigkeit (Ausübung der Religion verboten) und Zwang, hohe
Geldsummen abzugeben
• Bruch mit der Tradition bei Vergabe der Königswürde
• Verhältnisse im eigenen Land kritisch→ aus jüdischer Perspektive
, Geschichte 12/2 Nah-Ost Konflikt
1. Eroberung des jüdischen Gebiets (Judäa) 63 v. Chr.:
• als Teil der römischen Provinz Syrien verliert der jüdische Staat seine Unabhängigkeit und
Selbstständigkeit
• zunehmende Differenzen aufgrund der Religion ( insbes. Gruppe der Zeloten =jüdische
Radikale Widerstandskämpfer):
◦ Zeloten heißen Konflikt weiter an (→ Forderung nach Wiedergründung eines
unabhängigen Staates)
◦ Wirtschaftliche Schwierigkeiten jüdischer Bewohner durch hohe Steuerlast (Rom und
Tempel)
◦ Römer verhalten sich respektlos gegenüber der jüdischen Bevölkerung/Religion
2. Entweihung des Tempels durch Pompeius 63 v. Chr. :
• Verletzen des allerheiligsten und religiöse Gefühle
• Motive: Geldgier und Überheblichkeit scheiden aus, Realistisches Bild des jüdischen
Glaubens zu machen => Jedoch bewusst über seine antijüdische Tat
• provoziert den jüdischen Widerstand gegen die römische Herrschaft
→ Anordnung einer Tempelreinigung als Wiedergutmachung
3. Ständige Konflikte zw. der Besatzungsmacht und jüdischen Freiheitskämpfern (63 v. Chr. - 66 n.
Chr. )
• fanatischer Widerstand der Zeloten
• Messias-Erwartung
• Kampf gegen jüdische Kollaborateure
• Ablehnung des hellenistisch - römischen Einflusses auf Religion u. Kultur
4. Erster Römisch-jüdischer Krieg (von beiden Seiten mit äußerster Härte) (66 – 74 n. Chr.)
• Juden unterliegen der Übermacht der Römer
• Eroberung Jerusalems und Zerstörung des Tempels
• Triumphzug in Rom, bei dem erbeutete Tempelgeräte mitgeführt werden
• Eroberung der Wüstenfestung Massada
5. Das Jüdische Gebiet als ein Unruheherd (74 – 132 n. Chr.)
• Verlust des religiösen Zentrums verändert die jüdische Religionsausübung
• antijüdischer Kaiser Hadrians (anitjüdische Politik)
6. Bar-Kochba- Aufstand (132-135 n. Chr.):
• gegen die römische Pläne zum Neubau Jerusalems als römische Stadt+ Beschränkung
jüdischer Kulturautonomie
• nach Anfangserfolgen wird der Aufstand brutal niedergeschlagen
• Verwüstung des Landes