Mantelkonvektion / Konvektionsströme:
Was bedeutet überhaupt Konvektion?
Wärmeströmung, eine Art der Wärmeübertragung/-Transport durch die Bewegung von
Teilchen in Flüssigkeiten und Gasen. Es entstehen oft Temperatur-und Dichteunterschiede,
die sich auszugleichen versuchen.
, Mantelkonvektion:
= Wärmeübertragung bzw. -Strömung im Erdmantel. Der heiße Erdkern ist die Hitzequelle
(Herdplatte). Das zähplastische Gesteinsmaterial aus der Grenzschicht “Erdmantel- äußeren
Erdkern” (bzw. D´´-Schicht) wird dadurch leichter und steigt in Richtung Erdoberfläche auf.
Je näher das Mantelgestein der Erdoberfläche kommt, desto kälter wird es. Dadurch wird
das Gestein wieder schwerer und sinkt wieder ab. Es entsteht ein Kreislauf über geologisch
lange Zeiträume. Mantelkonvektion und deren Kreislauf sind die Ursache für
plattentektonische Vorgänge.
● Bis in Tiefen von mehr als 700km wirkt das Gestein fest. Steigt das Gestein weiter
auf, schmilzt es auf und wird zu Magma. Wenn das Magma weiter steigt, kühlt es
weiter ab → Lithosphäre).Kälteres Magma möchte wieder absinken. Es weicht dem
warmen Strom nach unten ab (--> Rift- und Subduktionszonen gleichen sich so
aus!).
● Die seitliche Bewegung des Magmas sorgt für die Bewegung der Lithosphäre →
Kontinentaldrift.
● Wegen des Konvektionsstroms werden Platten zur Seite gedrückt. Dort drücken sie
gegen eine andere Platte, welche von einem anderen Konvektionsstrom angetrieben
wird. Beim Konvergieren schiebt sich die schwere Platte unten drunter (→
Subduktion). Das Gestein der schweren Platte sinkt im oberen Mantel ab und
schmilzt. Der Konvektionsstrom erhitzt es dann wieder.
Manteldiapire/ - Plums/ -Felder:
beschreibt die Form aufsteigender Mantelgesteinschmelze, aus aufgeschmolzenem Material
des Erdmantels, in schlauchförmigen Zonen. Das Material steigt nach oben, da es heiß ist
und eine geringe Dichte hat und somit Teil des Konvektionsströmung ist. Beim Aufstoßen mit
der Lithosphäre baut sich eine Magmablase auf. Durch nachströmendes Magma reißt
irgendwann die Litosphäre → Lava erstarrt auf dem Meeresboden. Manteldiapire sind relativ
stationär. Island z.B. ist durch folgendes entstanden: Mantelplume und reguläre
Fördermengen des Mittelatlantischen Rückens auf dem Meeresboden.
Manteldiapire sind öfters in der Nähe von Seefloor Spreading.
Plattendivergenz:
2 Platten driften nach beiden Seiten auseinander → es bilden sich Spaltsysteme bzw.
Riftzonen.
(+)2 ozeanische Platten divergieren: z.B. Mittelozeanischer Rücken
→ mehrere tausend Kilometer lange Gebirge, die vom Boden der Ozeane aus aufragen
(z.B. Island und weitere Diapire).
→ Theorie des Seafloor-Spreading (=Meeresbodenausbreitung): an Riftzonen unter Wasser
(z.B. mittelozeanischer Rücken) wölbt aufdringende Magma die Lithosphäre auf. Kommt
dieses Magma in Kontakt mit Wasser, erstarrt es sofort und bildet eine neue ozeanische
Kruste. Die Platten “wachsen”, sodass sich die Orte links und rechts der Plattengrenze
voneinander wegbewegen → untermeerisches Vulkanismus; geringe Erdbebengefahr.